
Die Röstung, die erst das Potential des Rohkaffees aufschliesst, wird immer im jeweiligen Konsumentenland durchgeführt.
Die kulturellen, regionalen Geschmackserwartungen, die Röstgewohnheiten und die Qualitätsansprüche sind sehr unterschiedlich.
Das älteste kommerzielle Röstverfahren ist die sogenannte Trommelröstung.
Dieses traditionelle Röstverfahren wenden auch wir an.
Unsere Mischungen haben nach rund 15 Minuten bei milden 223-228 Grad den optimalen Röstgrad.
Dieser Kaffee ist bekömmlich, besser verträglich, behält das volle Aroma und duftet herrlich.
Im Gegensatz zu dieser traditionellen Langzeitröstung rösten die Großen der Branche bei sehr hohen Temperaturen (500-650 Grad) und maximal 6 Minuten. Die bei diesem Schnellrösteverfahren freigesetzten Reizstoffe und Säuren sind dem Magen nicht verträglich und wirken adstringierend im Mund.
Für Espresso eignen sich nur dunklere Röstungen, da sie nur noch geringe Mengen an Säuren enthalten. Mit zunehmenden Röstgrad werden Säuren abgebaut und die Aromen können sich vollständig entwickeln.
Allerdings weichen die Säuren bei einer sehr dunklen Röstung vollständig, machen vermehrt Bitterstoffen Platz und dieser Espresso schmeckt dann rauchiger, tendiert mehr zu bitterem Geschmack, entwickelt aber mit Zucker eine deutliche Karamellnote.
Es spielen also gerade bei Espressomischungen die Röstfaktoren eine große Rolle.