Die Pflanze - Herkunft und Anbau

Botanisch gesehen ist die Kaffeepflanze ein Baum und kein Strauch. Als wild wachsendes Tropengewächs kann sie bis zu 10 Meter hoch werden. In Kaffeeplantagen wird sie zur Erleichterung der Pflückarbeiten durch ständigen Rückschnitt auf einen Strauch von 1,5-3 Meter reduziert.

Von der Pflanzung bis zur ersten Ernte vergehen 3-4 Jahre. Die maximale Fruchtbarkeit erreicht eine Kaffeepflanze nach 6-8 Jahren. Dann trägt sie bis zu 8 Kilogramm Kaffeekirschen, aus denen dann circa 2 Kilogramm Kaffeebohnen gewonnen werden können.

Die Kaffeepflanze gedeiht in denselben Temperaturbereichen am besten, in denen sich auch der Mensch klimatisch wohl fühlt. Warme, nicht zu heiße Tage, kühle aber nicht zu kalte Nächte. Diese Temperaturen finden sich in äquatornahen Ländern und höheren Bergregionen.

Lediglich zwei Pflanzensorten sind von wirtschaftlicher Bedeutung: Die am längsten bekannte und am weitesten verbreitete Sorte ist die Arabica (Coffea Arabica). Sie macht ca. 75% der Weltproduktion aus. Ihr Ursprung ist Äthiopien.
Die zweite stark vertretene Sorte ist Coffea Canephora - auch Robusta genannt. Die Coffea Robusta stammt ursprünglich aus Uganda. Ihre Bohnen haben einen kräftigen, leicht erdigen, bitteren Geschmack.

Luftfeuchtigkeit, Sonnenstrahlung, Schattierung der Pflanzen sowie Regenmengen spielen eine wichtige Rolle, da sie alle Einfluss auf Geschmack aller Bohnensorten haben.

Bedingt durch die in den Regionen unterschiedlichen Pflanzensorten, verschiedenen Anbauhöhen und sonstigen Wachstumsbedingungen erhält jeder Kaffee seinen typischen, ursprungsspezifischen Geschmack, der, wenn man bewusst und interessiert schmeckt, unverwechselbar ist.